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Klicken Sie auf den Knopf: New
Beobachten sie die Bewegungen der zwei Lichtstriche: Ein Lichtstrich aussen auf dem Auge und den zweiten Lichtstrich im Auge / in der Pupille. Achten sie genau auf die Bewegungsrichtung des Lichtstriches in der Pupille, es gibt drei: Mitläufigkeit, Gegenläufigkeit und Flackern. Flackern ist ihr Ziel, Flackern liegt genau in der Mitte zwischen Mitläufigkeit und Gegenläufigkeit. Falls überhaupt kein Strich in der Pupille sichtbar ist, ziehen sie die Gläser -7,0 oder + 7,0 mit drag + drop vor das Auge. Ziehen sie solange verschiedene Gläser vor das Auge, bis Sie Flackern in der Pupille erreichen. Wiederholen Sie dies bitte einige Male durch Klick auf NEW.
Grundsätzlich: Im richtigen Leben bewegen Sie den äußeren Lichtstrich mit dem Skiaskop selbst. In der Simulation macht es der Computer.
Achten Sie im Hauptfenster auf die Reiter oben. Das Programm beginnt selbstständig mit dem linken Reiter.
Mit Klick auf den mittleren Reiter können Sie sich auch an den Astigmatismus wagen: Bringen Sie zuerst nur ein und dieselbe Strichrichtung zum Flackern, ignorieren sie zunächst die zweite Strichrichtung. Wenn eine Richtung flackert, dann erst bringen Sie die andere Richtung zum Flackern. Sie erhalten so zwei Gläser, je eins für jede Richtung. Das Programm stoppt in diesem Moment und wartet auf Ihren Klick auf den rechten Reiter oben. Es öffnet sich ein neuer Schirm, hier zeigt das Programm Ihnen den Weg zu einem Rezept: Wählen Sie ihren Untersuchungsabstand durch Klick auf 0,33m, 0,5m, 0,66m oder 0,8m. Das Programm zieht ihr persönliches Skiaskopierglas ab, es resultieren zwei neue Gläser für zwei Achsen. Die Differenz zwischen den Gläsern ist die Stärke des Zylinders. Wählen sie unten jetzt das richtige Rezept aus den vier vorgeschlagenen Kombinationen aus. Klicken Sie auf den Kreis vor dem richtigen Brillenglas. Kklicken Sie dann auf Check. Das richtige Glas erhält bei der neuesten Version einen grünen Haken. |
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Routine mit Minuszylindern |
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Den Untersuchungsgang oben sollte man verstanden haben und reproduzieren können. Es soll möglich sein, zwei Bewegungsrichtungen zu bestimmen, die flackern. Zum sprachlichen Verständnis: Die Bewegungsrichtung ist immer senkrecht zur Strichrichtung.
Wenn man diese zwei Gläser hat, die das Flackern auslösen, dann kann man den Untersuchungsgang abkürzen:
Skiaskopieren sie solange, bis eine Achse flackert und die andere Achse gegenläufig ist, dann solange Minuszylinder davorgeben bis die zweite Achse flackert, Strichrichtung gleich 2. Achsrichtung.
(Die diabolische Frage, warum jetzt der Zylinder in der Zylinderachse wirkt, in der er nicht wirken darf, ist zum Glück von Grund auf falsch, auf jeden Fall aber nur unnötig verwirrend ;-)) |
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Routine und Diagnosen mit dem Skiaskop. |
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Fall A: Der kleine, 3-jährige Patient schaut auf die Projektionstafel, wo die lustigen Tierchen sind. Sie skiaskopieren ohne Probegläser Mitläufgkeit. Dann schaut der kleine Patient auf den kleinen Fixationswürfel, jetzt skiaskopieren sie Gegenläufigkeit. Name der Krankheit? Kein Name, keine Krankheit. Sie haben gerade objektiv Akkommodation nachgewiesen.
Fall B: Ein kleiner Patient ist stimmungslabil und würde sich von seiner Brille nur lautstark und mit Abwehr trennen. Sie möchten die Frage klären, ob die Brillenwerte in etwa stimmen. Sie skiaskopieren über die Brille zunächst ohne Probeglas Mitläufigkeit, dann zücken sie ein + 2,0 dpt Glas, schleichen sich von der Seite an, halten + 2.0 vor die Brille und skiaskopieren Flackern. Diagnose: Brillestärke in etwa in Ordnung. Fehlerquelle: Akkommodation war nicht ausgeschlossen.
Fall D: Das sehr ängstliche Kind mit Kulturschock und Kittelphobie skiaskopieren sie in 5 Metern Entfernung binokular offen mit nur zwei Lichtstrichen: Der erste senkrechte Lichtstrich geht über das rechte Auge, dann gleich weiter über das linke Auge. Der nächste, waagerechte Strich von oben nach unten über beide Pupillen. Es flackert in allen Richtungen: Diagnosen?: Emmetropie oder Myopie -0,25.
Fall E: Das lebhafte Kind in Zykloplegie benötigt eine Hand von Ihnen zur Fixation des Kopfes, die andere Hand brauchen Sie für das Skiaskop. Die dritte Hand fehlt für das Probeglas. Sie versuchen jetzt die dynamische Skiaskopie durch Annäherung: In 50 cm Entfernung haben Sie Flackern, in 33 cm Untersuchungsabstand haben sie Mitläufigkeit. Diagnose? Myopie, ca. -2,0 dpt oder Akkommodation 2 dpt.
Fall F: Dasselbe Kind, zweites Auge: In 50 cm haben sie sehr flaue Skiareflexe, nähern sich weiter an, in 20 cm haben sie sicher gegenläufige Reflexe, in 10 cm Flackern. Diagnose: Myopie -10 dpt oder 10 dpt Akkommodation.
Fall G: Kontraindikationen gegen Skiaskopie? Keine bekannt.
Fall H: Der erwachsene Patient hat nach einem schweren Schädel-Hirntraum eine Hemianopsie, deren vertikale Grenze sich nicht genau an die Vertikale hält. Sie lassen den Patienten das Ende des Lichstriches fixieren, dann nehmen Sie die 20´er Lupe und spiegeln den Fundus mit dem Skiaskop. Drehen Sie den Strich solange, bis der Patient das eine Ende des Striches sieht und sie als Untersucher die Papille sehen. Schwenken sie den Strich auf eine Wand und überlegen sich, ob die Zyklotropie zu einer Trochlearisparese passt. Die vertikale Grenze der Hemianopsie kann dadurch "verdreht" sein. |
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Theoretische Eselsbrücken |
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Wenn der Brennpunkt meines Lichtstriches vor der Netzhaut liegt, dann brauche ich Minusgläser: dann divergieren die Strahlen hinter dem "Brennpunkt", sind deshalb gegenläufig.
Wenn der Brennpunkt meines Lichtstriches hinter der Netzhaut liegt, dann brauche ich Plusgläser dann sind die Strahlen auf der Netzhaut vor dem Brennpunkt noch konvergent, also mitläufig.
Wenn es flackert, ist das Ziel erreicht, beim Flackern leuchtet die gesamte Netzhaut. Das Flackern scheint ein Ganzfeld-Phänomen zu sein,
Alles falsch, weil kein hier kein Foucaultsche´s Schneidenprinzip aufkreuzt? Das kann sein, es wurde oben nur eine Eselsbrücke geschildert. Einfach merken:
Gegenläufig braucht Minus. Mitläufig braucht Plus. |
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Notwendig zur Skiaskopie sind: Ein Strichskiaskop, Strom, ein Satz Probegläser oder Skiaskopierleiste, Einblick in das Auge bis zur Netzhaut, und eine passable Fixation im Sinne von: Der Patient kann grob in die Richtung des Untersuchers schauen.
Vorbereitung des Werkzeuges: A: Der Untersucher kontrolliert zuerst, ob das Skiaskop einen divergenten Lichtstrahl aussendet.Das Skiaskop hat einen Schieberegler, den man nach oben und unten schieben kann. Der Schieberegler gehört in eine untere Position, nicht ganz nach unten, aber bis fast nach unten. Das Drehen des Schiebereglers nach rechts und links dreht den Lichtstrich. Für die ersten Versuche drehen Sie den Lichtstrahl senkrecht. Bitte aufpassen, dass der Schieberegler fast unten ist. Kontrolle: Strahlen sie den Lichtstrahl gegen eine Wand, dies bitte in verschiedenen Entfernungen: Es darf kein fokussierter, scharfer Strich auf der Wand abgebildet sein. Falls doch, dann haben sie zwischen Skiaskop und dem Strich einen konvergenten Strahlengang, dies ist für unsere Zwecke verboten. In diesem Fall schieben Sie den Schieberegler weiter nach unten, man benötigt tatsächlich einen divergenten Strahlengang zwischen Skiaskop und Probierglas.
Die Untersuchung: Der Untersucher schaue durch das Skiaskop. Wem das zu hell ist, möge es bitte umdrehen. (Scusi) Weniger Licht ist mehr, d.h. bitte das Licht dimmen. Man stahlt den Strahl in die Pupille des zu untersuchende Auges. Beobachten Sie bitte den Lichtreflex in der Pupille. Wenn kein Reflex da ist, rufen Sie um Hilfe oder überlegen sich den Grund: Es kommen in Frage: kein Strom, Auge nicht auf, Katarakt, Glaskörperblutung, Netzhautablösung o ä.. Es muss ein roter Reflex sichtbar sein. (Falls der Netzhautreflex wirklich keine Ähnlichkeit mit einem Strich hat, dann halten Sie bitte +15, +7, -7, -15 dpt Gläser davor und hoffen auf einen sichtbaren Lichtstrich.) Weiter: Schwenken sie den Lichtstrich auf dem Gesicht des Patienten von rechts nach links und zurück. Beobachten Sie gleichzeitig die Bewegungsrichtung des gelben Netzhautstriches / Reflexes in der Pupille. Sie müssen sich entscheiden, ob sich der Netzhautreflex gegenläufig oder mitläufig in Relation zum äußeren Strich auf der Lidhaut bewegt. Wenn im folgenden von Mitläufigkeit oder Gegenläufigkeit die Rede ist, dann ist immer der Strich in der Pupille gemeint. Wenn der Lichtstrich auf der Netzhaut z. B. von 7:00 nach 1:00 verläuft, der Strich aussen von 12:00 nach 6:00, dann drehen sie an der Rändelschraube so, dass die die Lichtstriche die gleiche Richtung haben. |
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Dr. med. Klaus-Heiko Wassill Thomas Stoll hat die Graphik und das Script realisiert, unterstützt von Raphael Majeed in der Programmierung. |
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